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Ein kraftvoller, im Stil des Neo-Realismus gehaltener Film über bedingungslose Geschwisterliebe unter unvorstellbar harten Umständen. Ohne Sentimentalitäten, beinhart sozusagen, gleichwohl aber temporeich und ästhetisch-formal überzeugend, berichtet der Film, angesiedelt in Iranisch-Kurdistan, von einer Gruppe Waisenkinder. Einer der Knaben leidet an einer schweren Krankheit, seine Medikamente sind teuer, und nach Ansicht des Arztes muss er möglichst rasch operiert werden, um eine Überlebenschance zu haben. Die Zeit drängt... Da beginnen alle seine Geschwister auf ihre eigene Art Wege zu finden, um dem Kleinen zu helfen. Die Kurden sind ein Volk ohne Land, mit über 30 Millionen Menschen sicher die grösste Nation ohne Staat auf der Welt. (...) Heute lebt die Mehrheit der 15 bis 20 Millionen Kurden in der Türkei, wo sie Opfer einer intensiven Politik der Assimilation, der Deportation und der systematischen Ausrottung ihrer dissidenten intellektuellen Eliten wurden. Seit Juni 1991 leben 3,5 der 5 Millionen Kurden aus dem Irak autonom auf einem Gebiet, wo sie der Kontrolle durch das damalige Regime von Saddam Hussein entzogen waren. Nachdem über 4‘500 kurdische Dörfer und rund zwanzig Städte dem Erdboden gleich gemacht, 1,5 Millionen kurdische Bauern in Lager interniert und 400'000 getötet worden waren, konnten die irakischen Kurden bis heute 70% ihrer zerstörten Dörfer und Städte wieder aufbauen. Ausserdem leben 10 Millionen Kurden als Opfer von ethnischer und religiöser Diskriminierung im Iran, dessen offizielle Ideologie der Schiismus ist. Die Kurden gehören mehrheitlich der sunnitischen Konfession an. Das kurdische Volk ist zum Opfer seiner Geographie, der Geschichte und zweifellos auch der mangelnden Weitsicht seiner eigenen Führer geworden und lebt heute zerstreut in mehreren Ländern. Doch es kämpft weiter für sein Überleben, den Fortbestand seiner Sprache und seiner Kultur. |
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«Unvergesslich! A TIME FOR DRUNKEN HORSES ist scharf wie ein Peitschenhieb. Ein harter, stählerner Film wie ein Paket von Muskeln und Nerven, die auf das edelste aller Ziele angespannt sind: Leben retten.» FILM «Ein Melodrama ohne Schickschnack. Herb und schön dank seiner Einfachheit (...) Der Film bricht in rasantem Tempo los, um von bedrohten Existenzen zu sprechen. Es gelingt Ghobadi, den atemlosen Rhythmus beizubehalten, wenn es die geschilderten Situationen erfordern, und gleichzeitig erschütternde Bilder zu komponieren, wenn die Schmugglerkarawanen und die mit Alkohol gedopten Pferde durch die verschneiten Berge ziehen...» Le Monde « Ein grossartiger, aufwühlender Film, der uns eine neue Definition des engagierten Kinos eröffnet.» Libération «Ein roher Film, wie man von einem rohen Diamanten spricht, der auf filmisch grossartige und eindrückliche Weise Malraux’s Satz 'Ein Leben ist nichts wert, aber nichts ist so viel wert wie ein Leben' illustriert.» Cinémas Art et Essais |