La Reina del Condón

 

Schweiz/Irland 2007

 
 
La Reina del Condón

Regie: Silvana Ceschi, Reto Stamm
Drehbuch: Silvana Ceschi, Reto Stamm
Kamera: Enzo Brandner
Schnitt: Una Ni Dhongaile
Musik: Tobias Schweizer, Roberto Ceschi
Ton: Reto Stamm
Produktion: Dschoint Ventschr Filmproduktion
 
35mm - Farbe - 77 Min Minuten
Deutsch und Spanisch / dt UT

   
 

Die junge DDR-Bürgerin Monika Krause verliebt sich in einen kubanischen Schiffskapitän und folgt ihm nach Kuba. Die beiden heiraten Hals über Kopf und Monika reist nach Kuba aus. Bald schon verkehrt sie in den obersten Kreisen der Revolution und erhält von der Schwägerin Fidel Castros den Auftrag, landesweit Sexualaufklärung zu betreiben. Schon bald bringt sie als staatliche Sexualaufklärerin die sexuelle Revolution in Kuba ins Rollen.
 
Die emanzipierte Deutsche kämpft im Land des Machismo für das Recht der Frau auf Lustbefriedigung, Abtreibung und Schwangerschaftsverhütung. Als Tabubrecherin ist sie über Nacht im ganzen Land berühmt als «La Reina del Condón» - die Königin des Kondoms. Geliebt und verehrt von den einen, gehasst und gefürchtet von den anderen. Monikas Mann Jesús kommt damit nicht zurecht – die Ehe zerbricht. Als sich Monika Krause Mitte der 80er-Jahre trotz Redeverbot gegen die massive Ausgrenzung von Homosexuellen zu wehren beginnt, gerät sie immer mehr in Konflikt mit dem Regime. Nach dem Fall der Berliner Mauer kehrt sie mit ihren beiden Söhnen zurück nach Deutschland. 15 Jahre später: Die beiden Söhne von Monika und Jesús begeben sich auf Spurensuche: Erinnert sich Kuba noch an seine «Königin der Kondome»? Ein Film über potente Kämpferinnen, standhafte Machos und karibisches Liebesleben.

   
 

«Einfühlsam, leichtfüssig und bildstark. Ein Film über eine ungewöhnliche Persönlichkeit und über eine Gesellschaft, die zwischen revolutionärem Fortschrittswillen und tradierten Gewohnheiten und Rollenbildern oszilliert.» Thomas Schärer, art-tv
 
«Un excelente y emotivo film documental. Me gustó. Me gustó muchísimo.» Fernando Pérez, kubanischer Regisseur («La vida es silbar»; «Suite Habana»)
 
«Es ist nicht nur die Geschichte einer Frau, die ihre besten Lebensjahre für ein utopisches Projekt hergab, von dem sie eine zwiespältige Bilanz zieht, sondern ist auch eine Familiengeschichte zwischen Deutschland und Kuba. (...) Der Film erlebt die stärksten Momente dort, wo beiläufig Aspekte vom Alltagsleben in Kuba erscheinen. Dabei bleibt er sachlich und unpolemisch, zeigt die sprichwörtliche Lebensfreude der Leute, die das Beste aus ihrer Situation zu machen versuchen, ebenso aber auch die Bilder von Verfall und Dekadenz eines Systems, das den Untertanen vor allem ein ruiniertes Land hinterlassen hat.» (Filmbulletin)
 
«Eine faszinierende Geschichte. Man lacht bitter über Ignoranz und Naivität, man empört sich, und man verbündet sich mit dieser Heldin des Volkes.» Boris Sollazzo, Liberazione, www.Cinemagay.it

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